Die kleine Kapelle steht in Ubstadt-Weiher nördlich des Stettfelder Friedhofs auf dem Mühlberg an einer Stelle, an der zur Zeit der Römer in Nordbaden eine bedeutende Nord-Süd-Straße verlief. Eventuell gab es schon damals eine heidnische Verehrungsstelle, da in unmittelbarer Nähe der Kopf des römischen Gottes Jupiter gefunden wurde.
Im Mittelalter soll sich dort ein Bildstock mit einer Marienfigur befunden haben. Diese sei immer wieder zum Dorf hin gedreht worden, damit sie sich ihm zuwende. Aber immer wieder habe sie sich abgewandt und nach Norden geschaut.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Figur beschädigt.
Im 19. Jahrhundert, mit einiger Wahrscheinlichkeit im Jahr 1841, wurde ihr dann eine Kapelle gewidmet. Diese Jahreszahl steht zumindest auf dem Tisch, auf dem die Statue steht.
Anton Gärtner stiftete das Gelände und Franziska Woll, geb. Deutsch, von der Unteren Mühle, finanzierte den Bau. Seither wird die Kapelle von Stettfelder Bürgerinnen unterhalten. Aber auch im Ubstadter Rathaus hat man nicht nur ein immer offenes Ohr, sondern man beteiligte sich auch stets mit einem Zuschuss bei größeren Ausgaben.
Im März 1961 wurde der unebene Boden aus Backsteinbelag erneuert und von Lorenz Schmitt jr. aus Stettfeld gefliest, finanziert von der Familie Hans Bergsch.
Am 27.Februar 1972 wurde die Kapelle von betrunkenen Jugendlichen verwüstet.
In den siebziger Jahren, unter Pfarrer Meisel, spendeten die Eheleute Felizitas und Hans Zoz die heutige Muttergottesstatue, „Jungfrau der Armen“.



