Krankensalbung

 

Quelle: Bild: Birgit Seuffert, In: Pfarrbriefservice.de

 

Das Sakrament der Krankensalbung ist das Sakrament, welches kranken Menschen Stärkung für ihren weiteren Heilungsprozess gibt. Hierin wird der kranke und schwache Mensch in ganz besondere Weise in Beziehung zu Jesus Christus gesetzt, von ihm angenommen und seiner stärkenden und heilenden Kraft anvertraut.

„In der Sorge für die Kranken dient die Kirche Jesus Christus selbst. Sie beweist ihre Sorge dadurch, dass sie die Kranken besucht, sie durch das Sakrament der Salbung aufrichtet und durch das Sakrament der Eucharistie stärkt." (Dekret für die Krankensalbung) 

 

Durch das 2. Vatikanische Konzil hat eine Neubesinnung auf die ursprüngliche und eigentliche Bedeutung des Sakramentes der Salbung stattgefunden.
Das Sakrament ist nicht länger mehr die „letzte Ölung", sondern ein heilendes Zeichen der Stärkung, das von Sünde und Schuld befreit und den kranken Menschen aufrichtet. 

Es kann deshalb in jeder Notlage für Leib und Leben eines Menschen empfangen werden: in schwerer Krankheit, vor einer Operation, zur Unterstützung eines Heilungsprozesses oder zur Stärkung in andauernder Schwäche.

Darüber hinaus bleibt die Krankensalbung stärkendes und heilendes Zeichen der Kirche für jene Menschen, die dem Tod entgegen gehen.

 
 
 
 

Der Empfang der Krankensalbung ist keine einmalige Sakramentenspendung wie bei der Taufe, sondern kann im Laufe des Lebens mehrmals erfolgen.

Eine Möglichkeit zum Empfang der Krankensalbung findet in unserer Seelsorgeeinheit auch im Rahmen von Messen für Senioren statt. Hier laden die Altenwerke Menschen ab dem 55. Lebensjahr zum Empfang des Sakramentes ein.

Die übliche Krankensalbung wird auch weiterhin gespendet. Haben Sie Interesse an einer Krankensalbung oder wollen Sie nähere Informationen dazu, dann wenden Sie sich an die Pfarrbüros unserer Seelsorgeeinheit oder an unser Seelsorgeteam.

 
 
 

Bitte denken sie daran, dass nicht immer sofort ein Priester zur Verfügung steht. Wenn Sie für einen Menschen die Krankensalbung erbitten, der dem Tod entgegengeht, dann bitten wir Sie, umso mehr daran zu denken, nicht bis zur letzten Stunde zu warten.
Wenn möglich, sprechen sie mit ihrem kranken Angehörigen oder dem von Ihnen betreuten Menschen und erfragen sie seine Einwilligung.

Das Sakrament kann gewiss auch gespendet werden, wenn ein Mensch im Koma liegt, aber es ist für den kranken Menschen in der Regel eine intensivere Erfahrung, wenn er mitbeten und die Handlung bewusst miterleben kann.